Wie kann ich Unfall- und Krankentaggeld erfassen?

Wie kann ich Unfall- und Krankentaggeld erfassen?

Erhält man für Mitarbeiter Unfall- oder Krankentaggeld, gibt es verschiedene Möglichkeiten dies in Atlanto abzubilden. In diesem Beitrag zeigen wir die Vorgehensweise bei der Lohnfortzahlung.

Um das Taggeld zu erfassen, geht man beim betroffenen Mitarbeiter in die Lohnbewegungen und fügt manuell die Lohnart “20300.00 – Unfall-Taggeld” oder “20350.00 – Kranken-Taggeld” hinzu (1). Anschliessend gibt man den Betrag (2) und die betroffene Periode (3) ein. Bei der Periode ist es wichtig, das “Periode bis” Datum ebenfalls auszufüllen. Meistens möchte man das Taggeld nur für den betroffenen Monat erfassen.

Zieht man dem Mitarbeiter einen Teil vom Lohn ab (z.B. wenn der Mitarbeiter bei Unfall nur noch 80% des Lohnes erhält), muss man diesen Lohnabzug manuell erfassen. Dafür fügt man die Lohnbewegung “10000.00 – Monatslohn” hinzu (1). Danach ändert man den Namen der Lohnbewegung, um dem Mitarbeiter den Abzug zu erklären (2). Damit der Betrag abgezogen wird, muss man den Betrag als Minusposition erfassen (3). Bei der Periode setzt man das “von” und “bis” Datum.

Wie man auf der Lohnabrechnung sieht, wird das Taggeld einmal plus und einmal minus gerechnet (1). Mit diesem Vorgang wird die Basis für die Sozialversicherungen korrigiert (2). So wird sichergestellt, dass auf den Taggeldern keine Sozialversicherungsbeiträge abgezogen werden.

Bei dieser Vorgehensweise würde man den Eingang der Taggelder direkt auf das Konto 5000 buchen, um so den Aufwand zu reduzieren.

Sollte ein Mitarbeiter 100% krankgeschrieben sein, kann es durchaus sein, dass die Taggelder höher sind als der effektive Lohn. Weiter unten zeigen wir ein Beispiel für diesen Fall auf. Der Grund hierfür ist, dass mit den Taggeldern der 13. Monatslohn ebenfalls ausbezahlt wird. Häufig zahlen Unternehmungen den 13. Monatslohn allerdings erst im November aus. Dann würde sich der ganze Effekt im Monat November wieder ausgleichen.

Diese Vorgehensweise ist eine Art der Erfassung von Taggeldern. Es gibt auch weitere Methoden wie man dies erfassen kann. Dieser Beitrag soll ausschliesslich aufzeigen, wie die Lohnarten “20300.00 – Unfall-Taggeld” und “20350.00 – Kranken-Taggeld” funktionieren.

Was ist zu beachten, wenn die Taggelder höher sind als der effektive Lohn?

Vorab: Auf Krankentaggelder müssen keine Sozialversicherungsbeiträge bezahlt werden.

Angenommen, es wird im Januar ein Lohn von CHF 3’000, jedoch Krankentaggelder von CHF 5’000 ausbezahlt. Dies bedeutet, dass das Unternehmen die Sozialversicherungsbeiträge “zugute” hat. Aus diesem Grund ist die Berechnungsbasis dann CHF -2’000 (CHF 3’000 – CHF 5’000).

  • AHV: Guthaben aufgrund Negativlohn
  • ALV: Geht nicht ins Minus, darum wird das Guthaben im Hintergrund «aufgespart»
  • NBU: Guthaben aufgrund Negativlohn
  • KTG: Geht nicht ins Minus, darum wird das Guthaben im Hintergrund «aufgespart»

    Im Februar zahlst du dann keine Krankentaggelder aus und ein Lohn von CHF 4’000. Das bedeutet, dass die Basis für die Berechnung der Sozialversicherungsbeiträge angepasst wird. In den kommenden Monaten wird dann das “Guthaben” vorzu aufgebraucht.

    • AHV: Normale Beiträge
    • ALV: Negative Basis vom Januar wird miteinbezogen (CHF -2’000 + CHF 4’000)
    • NBU: Normale Beiträge
    • KTG: Negative Basis vom Januar wird miteinbezogen (CHF -2’000 + CHF 4’000)

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